Die Landy Konvention im Bridge

Die 1NT-Eröffnung ist sehr präzise: Sie beschreibt ein regelmäßiges Blatt und 15 bis 17 Punkte. Um Hoffnung auf einen Kontrakt auf der anderen Linie zu haben, müssen die Gegner auf der 2er-Stufe gegenreizen. Um Platz zu sparen und deren Verteilung klar zu zeigen, wurde daher jedem Gebot eine besondere Bedeutung zugewiesen.

Unter ihnen ist 2 Landy: Zweifärber in den Oberfarben eine der am häufigsten verwendeten Konventionen. Es ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Verteidigung gegen 1NT, da es den Partner schnell auf die Möglichkeit eines Fits in Oberfarbe hinweist.

Wann sollte man über 1NT gegenreizen?

Das entscheidende Kriterium ist nicht die Anzahl der Punkte … sondern die Verteilung. Mit einer regelmäßigen Hand, selbst wenn sie sehr stark ist, ist es oft besser zu passen, während es mit einer unregelmäßigen Verteilung (langer Einfärber oder Zweifärber) interessant wird, in die Reizung einzusteigen.

⚠️ Passen Sie auf die Gefahrenlage auf: Mit einer schwachen Hand gegen eine starke 1NT (15-17 Punkte) gegenzureizen kann sehr teuer werden.

Und um mit 2 Landy gegenzureizen?

  • Mindestens 5-4 in den Oberfarben (Pik und Herz), in Ausnahmefällen 4-4.
  • Ab etwa zehn Punkten, wenn in Gefahr, manchmal etwas weniger, wenn nicht in Gefahr.
  • Je punktschwächer die Hand, desto mehr müssen die Verteilung und die Farbqualität ausgleichen.
  • Maximal 7 Verlierer mit einem 5-5, und 6 Verlierer mit einem 5-4 bei günstiger Gefahrenlage.

💡 Bei dieser Art von Gegenreizung ist die Lokalisierung der Figuren von entscheidender Bedeutung: Sie sollten in den langen Oberfarben konzentriert sein, nicht über die Unterfarben verstreut.

Und in der Pass-Out Position?

In 4. Position (nach 2 Pass), behält 2 die gleiche Bedeutung (beide Oberfarben). Wir können aber unseren Anspruch an die Punkte oder Verteilung herunterschrauben, da die Gegner gemeinsam nicht mehr als 23 Punkte haben. Wir bevorzugen jedoch umso mehr eine regelmäßige Hand, auch mit sehr wenig Punkten, da wir wissen, dass der Partner zwangsläufig mit ein paar Punkten helfen kann.

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Andere Zweifärbergebote über 1NT

Im französischen System sind drei Hauptkonventionen für die Gegenreizung auf 1NT enthalten:

  • 2 Landy → beide Oberfarben.
  • Das Kontra « Unterfarbe-Oberfarbe » → mindestens fünf Karten in einer Unterfarbe und eine vierer Oberfarbe.
  • 2NT → beide Unterfarben (mindestens 5-5).

Wenn diese Konventionen gespielt werden, zeigen 2 und 2 üblicherweise fünf Karten, begleitet von einer mindestens vierer Unterfarbe.

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Antworten des Partners auf Landy

Der Partner muss über 2 immer sprechen, aber die Art seiner Antwort hängt vom tatsächlichen Wert seiner Hand gegenüber dem Zweifärber ab. Die Anzahl der Punkte zählt hier weniger als die Qualität des Fits und die Lokalisierung der Figuren: Die nützlichen Karten sind Figuren in den langen Oberfarben des Partners oder Asse in den kurzen Unterfarben.


  • 2 oder 2 → klare Präferenz für diese Farbe.
  • 3 oder 3 → vierer Anschluss und gute Verteilung ("Law of total tricks").
  • 4 oder 4 → mit 5 oder mehr Trümpfen kann man direkt das Vollspiel anvisieren, sei es als Angriff oder um eine Verteidigung vorzubereiten.

Das Relay mit 2

Wird verwendet, wenn man keine eindeutige Präferenz für eine Oberfarbe hat oder wenn man stark ist.

  • Fordert den Partner auf, seine längere Oberfarbe zu reizen (2 bei gleicher Länge).
  • Kann auch ein späteres ambitionsreicheres Gebot vorbereiten.

Das Relay mit 2NT

Es gibt auch ein Relay mit 2NT, auf das der Partner sowohl seine Verteilung als auch die Qualität seiner Hand mithilfe von vier Geboten zeigt: 3 mit 5 und Minimum, 3 mit 5 und einem Minimum, 3 mit 5 und Maximum, um den 1NT-Eröffner ausspielen zu lassen, und schließlich 3 mit 5 und einem Maximum. Um dieses 2NT-Relay zu verwenden ist es aber wichtig mindestens 4er Anschluss in einer Oberfarbe zu haben. Mit 3er Anschluss und einer starken Hand sollte das Relay mit 2, gefolgt von der Oberfarbe bevorzugt werden.

Vertiefen mit...

Sie können den vollständigen Artikel auf dem Blog von Funbridge lesen.

Sonderfälle nach dem gegnerischen Kontra

  • Rekontra fragt nach der Oberfarbe.
  • Pass zeigt Länge in Treffs und 2 lange Karos.
  • Falls Spieler Nummer 3 2 reizt (nicht forcierend, fünfer Karo), wird das Kontra von n°4 "Nenne deine längere Oberfarbe".

Übungshand: Wie antworten Sie auf Landy?

training

####Wie würden Sie mit der Hand von Süd auf Landy antworten?

Entdecken Sie meine Kommentare sowie meine Bewertung für alle möglichen Gebote in diesem Artikel vom September 2025.

Landik: Landys "Cousin" auf der Seite des Antworters

Im gleichen Sinne wie Landy ermöglicht es auch die Landik-Konvention (ebenfalls mit 2), einen Zweifärber mit 5-4 in den Oberfarben zu zeigen, aber diesmal seitens des Antworters nach einer Unterfarberöffnung und einer Gegenreizung von 1NT. Dieses künstliche Gebot zeigt eine kompetitive Hand und zielt vor allem darauf ab, schnell einen Fit in Oberfarbe zu finden oder die Gegner in ihrem Sans-Atout-Kontrakt zu stören. Die weiteren Gebote folgen der gleichen Logik wie bei Landy: Der Eröffner kann seine 4er Oberfarbe nennen oder das Relay mit 2 nutzen, um nach weiteren Details zu fragen.

Gegenreizung in der Sandwichposition nach 1m - Pass - 1NT

Wenn die Reizung mit 1 oder 1 - Pass - 1NT beginnt, haben die Gegner bereits etwa zwanzig Punkte gezeigt. In dieser Situation müssen wir solide Argumente haben, um uns vorstellen zu können, ein Vollspiel auf unserer Seite zu spielen. Diese Argumente sind selten nur Figurenpunkte: Es ist vor allem die Verteilung, die uns zu einer Gegenreizung veranlassen sollte. Mit anderen Worten: Zweifärber, Dreifärber, Einfärber … aber vor allem keine flachen Hände.

Das klassische System (Standard)

Traditionell wird natürlich gegengereizt: Die Farben werden normal angesagt und das Cuebid (2 auf 1, oder 2 auf 1) zeigt einen Zweifärber in den Oberfarben 5-5 (manchmal 5-4). Dieses System hat den Vorteil der Einfachheit, aber es zwingt den Spieler oft dazu, zu schnell eine Farbe auszuwählen, wodurch er Gefahr läuft, den besten Fit zu verpassen.

Eine moderne Alternative

Viele Experten ziehen es vor, in der Sandwichposition das gleiche Arsenal wie gegen eine 1NT Eröffnung zu verwenden.


  • Kontra = Dreifärber (oft mit Kürze in der eröffneten Unterfarbe).
  • 2 = Landy.
  • 2 = Einfärber in einer unbekannten Oberfarbe (mit mindestens sechs Karten). 2 oder 2 = fünf Karten in der Oberfarbe + mindestens vier Karten in der anderen Unterfarbe.
  • 2NT = Zweifärber in den Unterfarben (selten!) Diese Harmonisierung hat zwei große Vorteile: Es macht Ihre Gegenreizungen kohärenter da die Gebote gleich bleiben, egal ob direkt über 1NT oder in der Sandwichposition, und es lässt die natürliche Reizung einer Unterfarbe beiseite um Zweifärbern, die nach diesem Start der Reizung nützlicher sind, Platz zu machen.

Hier sind ein paar Beispiele, die Sie vollends überzeugen werden…

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  • A D 9 6 8
  • 6
  • 9 8
  • A K 8 7 2

Mit dieser Hand ist es offensichtlich, dass man etwas tun muss. Wenn Sie aber natürlich gegenreizen wollen, werden Sie 2 sagen. Wenn Ihr Partner kurz in Pik ist, aber Anschluss in Treff hat, ist es schade, ihm keine Wahl zu lassen. Wenn Sie 2 in dieser Situation als Zweifärber spielen, kennt Ihr Partner sowohl Ihre Oberfarbe als auch Ihre Unterfarbe und kann mit allen ihm zur Verfügung stehenden Elementen wählen!

  • D 9 7 6 3
  • A K B 3
  • 2
  • A 9 8

Wenn Sie das Standardsystem spielen, sind sie hier wieder in einer unangenehmen Situation. Sollen sie natürlich 2 gegenreizen oder 2 überrufen? Wenn Sie ein Cuebid machen, sind Sie nicht sicher, den besten Fit zu finden. Mit drei Piks uns drei Coeurs sollte ihr Partner Coeur wählen. Im modernen Bridge wird 2 als Landy gespielt, was Platz für 2 lässt, falls Ihr Partner Ihre fünfer Oberfarbe finden will.

Fazit

Landy ist eine Bridgekonvention die es erlaubt, nach einer gegnerischen 1NT-Eröffnung einfach und effizient in die Reizung einzusteigen. Es ermöglicht, die Oberfarben zu zeigen und den Partner rasch zum besten Kontrakt zu führen. Seine Stärke liegt in seiner Klarheit, aber seine Anwendung erfordert Disziplin: Man darf nicht mit jeder beliebigen Hand gegenreizen, da man sonst den Partner in die Irre führen oder eine hohe Strafe kassieren könnte. Bei richtiger Anwendung kann man damit nicht nur Oberfarbfits schnell finden, sondern auch die Gegner erheblich behindern.

Fragen und Antworten

Eine Gegenreizung auf 1NT, die beide Oberfarben zeigt.
Ungefähr 10 Punkte mit einem 5-4 in den Oberfarben. In Gefahr etwas mehr, In Nichtgefahr etwas weniger mit einer schönen Verteilung.
Weil es beide Oberfarben zeigt. Landy überlässt dem Partner die Wahl der besseren Farbe.
Ja, es ist sogar noch effektiver: Die Gegner haben weniger Punkte und Ihre Chancen, einen guten Kontrakt zu finden, steigen.
Für eine direkte Gegenreizung in 2. Postion braucht man eine gute Hand (oft 10 FP und ein 5-4). Für eine Wiederbelebung in 4. Position kann man schwächer sein, da die Punkte der Gegner limitiert sind.
Im Allgemeinen maximal 7 Verlierer mit einem 5-5 und 6 Verlierer mit einem 5-4 in günstiger Gefahrenlage.
2♥/2♠ für die Präferenz mit drei Karten, 3♥/3♠ für 4er Anschluss und gute Verteilung, 4♥/4♠ für 5er Anschluss oder sehr gute Verteilung. 2♦ Relay um nach der längeren Oberfarbe zu fragen oder ein ambitionierteres Gebot vorzubereiten.
Das Rekontra fragt nach der längeren Oberfarbe. Pass zeigt Länge in Treff, 2♦ lange Karos.
Das Kontra fragt nach der längeren Oberfarbe. Pass ist nicht forcierend mit einer Hand ohne besondere Ambitionen.
Mit 4er Anschluss zeigt ein Sprung auf die 3er Stufe Enthusiasmus. Mit 5 Trümpfen kann man direkt das Vollspiel ansagen.
Woolsey, DONT, Cappelletti. Landy bleibt für die meisten Partnerschaften die einfachste und effektivste Konvention.

Ressourcen